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Im Deutschen gibt es drei Arten von s-Lauten.
- das stimmhafte s, das „normale“ s am Anfang oder in der Mitte vieler Wörter
- das stimmlose scharfe ß, das lange Vokale kennzeichnet
- das stimmlose ss, das kurze Vokale kennzeichnet
Das stimmhafte s steht ...
- am Wortanfang (Anlaut): singen, sieben, Senf (stimmhaft)
- im Wortinneren (Inlaut): Rose, Hose, Riese (stimmhaft)
- am Wortende (Auslaut): Gras, Kreis (stimmlos)
Das scharfe ß kennzeichnet in der neuen Rechtschreibung ausschließlich lange Vokale oder Diphthonge.
Das scharfe ß steht immer nur im Inlaut oder Auslaut eines Wortes, nie am Wortanfang.
Beispiel: Maß, Straße, groß, grüßen (lange Vokale) bzw. Grieß, Spieß, draußen, Strauß, beißen, Fleiß (Diphthonge)
In manchen Wortstämmen wechselt die Länge und Kürze des Vokals vor dem s. Entsprechend wechselt auch die s-Schreibung.
Beispiel: fließen, aber: der Fluss. genießen, aber: der Genuss. wissen, aber: er weiß. Fraß, aber: er frisst.
Steht der Buchstabe ß nicht zur Verfügung, so schreibt man ss. In der Schweiz existiert das scharfe ß überhaupt nicht.
Das stimmlose ss kennzeichnet in der neuen Rechtschreibung ausschließlich kurze Vokale.
Auch das stimmlose ss steht nie am Anfang eines Wortes.
Beispiel: Wasser, Kasse, Pass bzw. Fluss
Ändert sich bei Ableitungen die Vokallänge, wechselt entsprechend auch die s-Schreibung.
Beispiel: Schuss, aber: er schießt. Guss, aber: er gießt.
Wie ein Wort geschrieben wird, verrät jedes Wörterbuch. Schwierig wird die Sache bei Eigennamen.
Bei Eigennamen gelten die s-Regeln nicht. Der deutsche Musiker Richard Strauss wird beispielsweise mit ss geschrieben, obwohl er nach den s-Regeln mit ß zu schreiben wäre.
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