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Artikel können nie alleine stehen, sondern sind immer Begleiter eines Nomens.
Aus diesem Grund sind sie auch flektierbar. Sie müssen ja dekliniert, also an das Nomen angepasst werden.
Artikel stehen stets vor dem Nomen.
Beispiel: Das ist der Freund von Peter. Könntest du mir einen Bleistift borgen? Hier ist mein Lieblingsbuch.
Es gibt verschiedenste Formen von Artikeln.
- Der Definitartikel (bestimmter Artikel) hebt aus einer Menge an Personen oder Dingen eine spezielle Person oder ein spezielles Ding heraus.
Beispiel: Gib mir bitte das blaue Glas! Ich spreche über den Mann, den ich gestern getroffen habe.
- Eine Steigerung des Definitartikels ist der Demonstrativartikel (hinweisender Artikel). Hier ist die Person oder der Gegenstand normalerweise sichtbar.
Beispiel: Gib mir bitte dieses Glas! Jenen Mann habe ich gestern getroffen.
- Der Indefinitartikel (unbestimmter Artikel) bezeichnet eine beliebige Person oder ein beliebiges Ding in einer Menge.
Beispiel: Gib mir bitte ein Glas aus dem Schrank. Ich suche schon seit Jahren nach einem sympathischen Mann.
- Mit dem Possessivartikel (besitzanzeigender Artikel) werden Besitzverhältnisse (tatsächliche oder übertragene) geklärt. Dieser Artikel wird öfters fälschlicherweise als „Possessivpronomen“ bezeichnet. Das Possessivpronomen hat aber eine andere Form und eine andere Funktion. Näheres dazu unter Pronomen.
Beispiel: Das ist mein Glas. Hol dir doch ein eigenes! Darf ich Ihnen meinen Mann vorstellen?
Der Artikel kennzeichnet Genus, Numerus und Kasus eines Nomens.
Zwischen Artikel und Bezugswort können beliebig viele Wörter oder Satzteile treten.
Leicht lesbar wird ein Satz dadurch nicht gerade, also sollten Sie diese Möglichkeit behutsam anwenden.
Beispiel: Der 68-jährige, gerade vom Wirtshaus nach Hause fahrende, von allen guten Geistern verlassene und stark alkoholisierte Fahrradfahrer wurde bei einer Kreuzung von einem Auto erfasst.
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